Wrap up 6. Veranstaltung – Leadership und Kommunikation

Unsere letzte Veranstaltung im Wintersemester 2020/2021 fand unter dem Motto “Leadership & Kommunikation” statt. Mit Babette Kemper, Gründerin und Geschäftsführerin der Agentur achtung! Mary, unterhielten wir uns über verschiedene Führungsstile und wie die Kommunikation innerhalb des Unternehmens zu einem Führungsstil beitragen kann.

Babette Kemper ist seit über zwanzig Jahren in der Beratung tätig und gründete 2019 ihre eigene Kommunikationsagentur, achtung! Mary innerhalb der Agenturgruppe achtung!, mit Sitz in Düsseldorf. Bei dem Thema “Leadership” ist sich Babette Kemper sicher: Wir alle waren schon einmal in einer Führungsposition, entweder in einem Schulprojekt oder in unserer bisherigen Berufserfahrung. Andererseits sind wir auch alle schon einmal geführt worden. Dabei ist es für Babette Kemper am wichtigsten, sich bewusst zu werden, was man an einem guten Führungsstil schätzt und was man daraus lernen kann. Schließlich empfindet jeder Mensch Führung anders.
Für Babette Kemper ist Leadership nichts, was man irgendwo lernt. Das führt dazu, dass man beim Start in das  Berufsleben einfach in die Führungsrolle hineinwachsen muss. Dabei sollte man sich bewusst zu machen, worüber man sich selbst definiere und definieren möchte, rät Babette Kemper. Hier hilft auch Vergleiche mit Führungsstilen, die man selbst schon erfahren hat.

Für Babette Kemper gibt es 2 Arten von Führung: Bosse oder Leader. Während Bosse akzeptiert werden, sich oft abschotten und nur zu vorgegebenen Meetings und Terminen erscheinen und auch nur dann ansprechbar sind, sind Leader hingegen Menschen, die sich als Teil des Teams verstehen und dieses unterstützen. Eine gute Führungspersönlichkeit könne Coach und Berater zusammen sein. “Es ist wichtig zu fühlen, dass man nicht nur ein Arbeitnehmer ist, der das Soll erfüllt, sondern Energie und Motivation für ein Projekt zu haben”, unterstützt Babette Kemper ihre grobe Einteilung. Funfact: Nur jeder 5. der Arbeitnehmer schätzen den Führungsstil ihres Chefs/ihrer Chefin als einen guten Führungsstil ein, dagegen sehen sich ca. 97 % der Führungskräfte als gute Führungspersönlichkeiten.
Im weiteren Verlauf des Abends stellt uns Babette Kemper ihren liebsten Führungsstil vor: die agilen Führungen. Bei diesem Stil sind alle Teammitglieder Leader und die Arbeit wird auf verschiedene Personen aufgeteilt. Dabei dominieren flache Hierarchien und jedes Teammitglied hat ein Mitspracherecht. Führungskräfte seien mehr denn je auf die natürliche Akzeptanz ihrer Mitarbeiter angewiesen. Dabei ist es besonders wichtig, transparent zu sein und sich auch als Mensch zu zeigen: “Lebt Führung jeden Tag. Lebt euch”, ist dabei ihr Motto.

Natürlich fällt auch an diesem Abend das Wort: Corona. Bei achtung! Mary  ist die  Kommunikation seit der Pandemie in ihrer Agentur viel intensiver als vorher. So wurden tägliche Briefings eingeplant, die vor dem Lockdown im März 2020 nicht stattfanden. Das gibt jedem Mitarbeiter die Möglichkeit noch ein bisschen mehr hinter die Kulissen den Agentur zu schauen. Was Babette Kemper dennoch fehlt: das Miteinander vor Ort , zum Beispiel die zufälligen Gespräche auf dem Flur. Dabei verliert sie jedoch nie den Unterschied zwischen persönlich und privat aus dem Blick: Persönliche Meinungen und Themen sind im Team gerne gesehen, der Schutz der Privatsphäre geht aber vor.

Für Babette Kemper ist es in der Führung besonders wichtig, keinen Unterschied zwischen den Mitarbeitern zu machen, dazu gehört für sie besonders die Anrede.Für sie macht es keinen Unterschied, ob ein Mitarbeiter erst einen Tag oder 5 Jahre im Team ist: Es wird geduzt. Das bringe alle Teammitglieder auf eine Stufe. Für sie selbst passt das “Sie” nur noch teilweise in die heutige Arbeitswelt, die sich sehr dem internationalen Standard angleiche.

Auf die Frage, welchen wichtigen Tipp sie in der Vergangenheit von einer anderen Person zum Thema “Leadership” bekommen hat, antwortet sie:“Je besser du deine Ängste kennst, desto besser führst du!” Authentizität sei sehr wichtig, denn Schauspielerei falle immer auf.

Wir bedanken uns bei der Speakerin und den Teilnehmer:innen für eine tollen Abschluss unserer ersten Veranstaltungsreihe.

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und bis bald!

 

 

6. Veranstaltung – Ask me anything mit Babette Kemper

Die nächste Ask me anything-Session steht ganz unter dem Motto “Leadership”. Gemeinsam mit unserem Gast Babette Kemper, Gründerin der Agentur achtung! Mary, nähern wir uns dem Bereich Führung in Agentur und Unternehmen und besprechen was einen guten Teamleader ausmacht.

Ihr habt Fragen zum Thema “Leadership” und dem beruflichen Werdegang von Babette Kemper? Dann stellt sie der Speakerin und meldet euch an.Wenn ihr an der Session teilnehmen möchtet, meldet euch bitte bis zum 09.02., 18:00 Uhr unter: hallo@kommect.de an. Bitte schreibt dazu welches Studienfach und in welchem Semester ihr an der UDE studiert.

Wrap up 5. Veranstaltung – Wie hat TikTok das Influencer Marketing verändert?

Bei unserer 5. Veranstaltung sind wir inhaltlich tief in den Bereich Influencer Marketing auf TikTok eingestiegen. Was sind die Besonderheiten und worauf kommt es an?

Anja Rechtsteiner und Niclas Müller von ressourcenmangel hatten die Antworten parat.

TikTok ist inzwischen kein Nischenphänomen mehr, alleine in Deutschland nutzen 14 Millionen Menschen die App monatlich, im Durchschnitt 73 Minuten pro Tag (Zahlen aus dem Oktober 2021). Die Hauptzielgruppe macht dabei die Generation Z aus. Das ist nur einer von insgesamt sieben Gründen, warum die App für Marken immer relevanter wird.

TikTok hat das Influencer Marketing in sich integriert und bietet für Marken einen eigenen Creator Marketplace, über den die passenden Creator gefunden werden können. “Dadurch, dass TikTok inhalts- und nicht reichweitengesteuert ist, kann jeder auf TikTok viral gehen”, sagt Niclas Müller, Senior Social Media Manager und Project Lead Social Media. Es kommt also vielmehr auf die eigene Kreativität an.

Im Gegensatz zu anderen Plattformen fügt sich Werbung auf TikTok ganz natürlich in den normalen “Für dich”-Feed ein. Dabei wird zwischen Top View und Top View Lite Ads unterschieden, die direkt beim Öffnen der App angezeigt werden und den In-Feed-Ads, die sich in den normalen Content einfügen. Als Marke kann man zudem eine Branded Hashtag Challenge buchen, die dann auf der Entdecken-Seite ganz oben angezeigt wird. Günstig ist das nicht: Für die einfachste Hashtag-Challenge bezahlt man schon einen 5-stelligen Betrag, berichtet Niclas.

Anja Rechtsteiner leitet das Team Brand & Corporate Communications bei ressourcenmangel. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie für einen Kunden eine Influencer-Aktivierung auf TikTok umgesetzt.

Das Produkt sollte auf TikTok sichtbar gemacht werden, da es vor allem eine junge Zielgruppe ansprach. Man entschied sich gegen eine der von TikTok angebotenen Lösungen und arbeitete mit sechs Influencern zusammen, die Content auf TikTok veröffentlichten und diesen auch auf Instagram nutzten.

Die Reaktionen der User? “Sehr positiv”, sagt Anja Rechtsteiner. “Die Beiträge waren klar als Werbung zu erkennen, aber so unterhaltsam, dass sie sich gut in den Feed eingefügt haben und dadurch ein hohes Engagement erzielt haben.“

In der anschließenden Ask me anything Session hatten die Teilnehmer Zeit, weitere Fragen zum Thema Influencer Marketing und TikTok zu stellen. Unter anderem berichtete Niclas Müller davon, wie sie Kunden auf Clubhouse platzieren.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Speakern für die Insights.

 

PR Report Camp: In der Pandemie ist jede Kommunikation Krisenkommunikation

Autor:in: Patricia Fiebig

Auch das diesjährige PR Reportcamp blieb von den Auswirkungen der Pandemie nicht verschont. Alle Formate wurden auf digitale Tools verlagert, aber auch inhaltlich waren die Folgen des Virus das Thema der Stunde. Steckt die Kommunikation auch in der Krise? 

In einer Pandemie bangen Angestellte um ihre Gesundheit und ihre persönliche Existenz. Die Belegschaft mit Informationen zu versorgen und ihnen ihre Ängste zu nehmen, ist daher das oberste Ziel der internen Kommunikationsstrategie. Kommunikation muss unbedingt als Führungsaufgabe verstanden werden, mahnt Peik von Bestenbostel, Kommunikationschef bei Volkswagen. Größere Konzerne können in Krisensituationen immer wieder auf bestehende Krisenpläne zurückgreifen. Dennoch stellte das Jahr 2020 bisher unbekannte Herausforderungen an die Unternehmen. „Eine einheitliche Steuerung der Krisenkommunikation war kaum möglich, da sich die Entwicklung der Pandemie in den Märkten und Ländern erheblich unterschieden hat“, bemerkt Ralf Drescher, Head of Communications bei der Deutschen Bank AG.  Für Drescher ist deshalb die interne Kommunikation die Königsdisziplin.

Corona ist ein Booster für die interne Kommunikation und erfordert eine Neuausrichtung des Regelbetriebs, darin waren sich alle Speaker:Innen einig. Eine Betriebsversammlung mit hunderten von Mitarbeiter:Innen oder die allseits beliebten Weihnachtsfeiern waren unter den gegebenen Umständen schlicht nicht mehr umsetzbar. Die betriebliche Kommunikation ist schon lange kein Selbstzweck mehr, sondern muss sich als Enabler und Moderator zwischen Unternehmensführung und Angestellten verstehen, resümiert Eike Kraft, Head of Markteting & Communications bei der Unternehmensberatungsgesellschaft Roland Berger. Auch die strenge Trennung von interner und externer Kommunikation erscheint den Expert:Innen eher antiquiert. Am Beginn jeder Kampagne steht heute der Content. Die Auswahl der Kommunikationskanäle erfolgt in einem zweiten Schritt. Für Drescher ist deshalb klar: zukünftige Kommunikator:Innen müssen Generalisten sein, mit einem großen Verständnis für das Digitale.

Bei so vielen Umbrüchen erobert sich das Berufsfeld des Change Management den Markt, das in engem Zusammenhang mit der internen Kommunikation steht. Jeder Plan zur betrieblichen Veränderung ist nur so gut wie die Mitarbeiter:Innen, die ihn umsetzen. Andrea Montua, Geschäftsführerin bei MontuaPartner Communications, eröffnete in diesem Sinne das PR Reportcamp 2020 mit der Masterclass Zusammenarbeit im New Normal. Nachdem in den Unternehmen der erste Schock der Pandemie überwunden ist, kann ein Neustart aus eigener Kraft gelingen – immer flankiert von einem authentischen Kommunikationskonzept. Während die Information früher von Redakteur:Innen und der Assistenz der Geschäftsführung in einer Top-Down Struktur einseitig kommuniziert wurde, stellt das zunehmend digitalisierte Umfeld neue Ansprüche an die Kommunikator:Innen. Unternehmenskommunikation ist keine Einbahnstraße mehr. Sie entwickelt sich zu einem komplexen Netz, in dem eine Vielzahl von Informationsflüssen zur gleichen Zeit stattfindet. 

Was können Young Professionals daraus mitnehmen? Weder für die Mitarbeiter:Innenkommunikation noch für das Change Management gibt es eine formale Berufsausbildung. Dennoch wächst der Bedarf an jungen Talenten und der Markt kontinuierlich, nicht erst seit Corona. Eike Kraft setzt deshalb zunehmend auf das amerikanische Modell, in dem der Fokus auf dem Menschen, seinen Skills und Mindset liegt. Drescher wiederum legt besonderen Wert auf Sprachgewandtheit und ist der Meinung, dass man an dieser Stelle gar nicht genug investieren könne. Daher ist wichtig sich durch praktische Erfahrungen zu profilieren und diese dem Arbeitgeber darstellen zu können, beispielsweise durch Blogs oder freie Mitarbeiten. Allerdings ist ein akademisches Studium immer noch die Grundvoraussetzung, um es als Bewerber:In überhaupt in die engere Auswahl zu schaffen, egal ob Kommunikations- oder Wirtschaftswissenschaften, Bachelor oder Master. In der Kommunikation sind die Wege nicht in Stein gemeißelt. 

Wrap up 3. Veranstaltung – Ask me anything mit Anna-Lena Müller

Was macht eigentlich eine Plattform-Strategin und wie nutze ich Social Media professionell und persönlich? In der dritten Ask me anything Session hat Anna-Lena Müller uns diese und mehr Fragen beantwortet. 

Gemütlich, wenn auch hier und da mit technischen Schwierigkeiten oder improvisieren Settings, startete die Runde und es ging sehr schnell sehr tief rein mit den wichtigsten Tipps fürs LinkedIn Profil. Es sollte auf jeden Fall aussagekräftig sein, die URL angepasst. Das hilft bei der Auffindbarkeit. Auf dem Profil sollten alle bisherigen, relevanten Praxiserfahrungen stehen, auch Praktika. “Die scheinen selbst mit Berufserfahrung noch spannend zu sein”, erzählt Anna-Lena Müller. Sie selbst hat sich bei all ihren Kanälen für einen einheitlichen Namen, @froileinmueller, entschieden.

Für sie sind Social Media Kanäle nicht nur eine digitale Visitenkarte, sondern auch eine gute Möglichkeit um sich zu vernetzen. Auf LinkedIn riet sie den Teilnehmenden etwa dazu, entweder Menschen zu folgen oder sich mit ihnen zu vernetzen und dann immer mal wieder zu interagieren. “Ihr müsst nicht immer in die DMs sliden, ein Like oder Kommentar reicht meistens schon”, beantwortet sie die Frage einer Teilnehmerin. 

Bei der eigenen Positionierung rät sie dazu, sich sein Herzensthema zu überlegen und sich zu entscheiden, wo man sich in die Diskussion einbringen will. Dabei ist es wichtig authentisch zu bleiben und negative Kommentare nicht persönlich zu nehmen. “Das gilt für jede Art der Kommunikation: ob Corporate, CEO oder auf den eigenen Kanälen”, hebt Anna-Lena Müller hervor. 

Als Plattform Strategin bei Volkswagen AG, wo sie bis Ende November arbeitete, stand sie genau dafür ein: “Man muss nicht überall sein, es schadet mehr ein Profil halbherzig zu bespielen als keins zu haben”. Zu ihrem Berufsalltag gehörte es, die digitalen Kanäle zu verantworten, sich einen Überblick über Themen zu verschaffen, Mitarbeiter*innen für Social Media zu begeistern und zu befähigen und vieles mehr. Dabei ist Flexibilität gefragt. Genau das schätzt die 33-Jährige auch an der Kommunikation: “Kein Tag ist wie der andere – das macht die Arbeit in der Kommunikation jeden Tag aufs Neue spannend.”

Am Ende kann man festhalten, auf Social Media gelten im Prinzip drei “Regeln”:

  • aktiv sein und interagieren
  • persönlich aber nicht privat 
  • bei negativen Antworten: Antwort tippen, diese löschen und durchatmen. Dann entweder ignorieren oder “Kill them with kindness”.

Vielen Dank Anna-Lena für die Insights, die Tipps und das Mut machen!

Die Ask me anything Session war die dritte und letzte Veranstaltung für dieses Jahr. Der nächste Termin ist die KommEct Weihnachtfeier am 15.12., die sich an die Mitglieder und Interessierten an der Initiative richtet, die an der Uni Duisburg-Essen studieren. Meldet euch gerne unter hallo@kommect.de an. 

3. Veranstaltung – Ask me anything mit Anna-Lena Müller

Als Plattform Strategin bei Volkswagen weiß Anna-Lena Müller worauf es in den Sozialen Netzwerken ankommt. Zuvor war sie bei Microsoft Head of Digital Channels und Pressesprecherin. 

Bei unserer Ask me anything Session wird es um ihren Beruf, Social Media und warum Social Media für Kommunikator:innen wichtig ist gehen. Und nebenbei gibt es auch noch ein paar Tipps, was ein guten LinkedIn Auftritt ausmacht.

Wenn ihr teilnehmen wollt, meldet euch bitte unter hallo@kommect.de an. Schreibt uns dazu kurz, welchen Studiengang und ob Bachelor/ Master ihr an der Uni DUE studiert.

Wrap up 2. Veranstaltung – Gute PR – Böse PR

Was macht eigentlich Gute PR aus und wie arbeitet der Deutsche Rat für Public Relations? Diese Fragen haben wir uns gestellt und für unsere zweite Veranstaltung Mitglieder des DRPRs eingeladen. 

Uwe A. Kohrs und Prof. Dr. Alexander Güttler haben uns zunächst grob durch die Geschichte des Rats geführt und uns Einblicke in die Entstehung von Kodizes und Richtlinien gegeben. “Richtlinien überarbeiten wir häufiger und passen sie an neue Umstände an”, erzählt Alexander Güttler im Zusammenhang mit der Online-Richtlinie. Bei der Richtlinie hatte sich der Rat dazu entschieden, auch Meinungen von außerhalb einzuholen, da es vorab einiges an Kritik gab. “Das Witzige war: sobald alle mitlesen und kommentieren konnten, hatten wir sehr schnell einen sachlichen Diskurs”, erinnert sich Alexander Güttler. 

Ähnlich verfährt der Rat auch aktuell bei der Erstellung einer Richtlinie zur Wissenschaftskommunikation. Das die nötig ist, hat der Fall der Heinsberg-Protokolle gezeigt. 

Die Agentur hatte eine Dokumentation der Studie von Prof. Dr. Hendrik Streeck angekündigt. Bei Recherchen kam jedoch heraus, dass in einem Konzept zur Sponsorengewinnung, bereits ein Narrativ vorformuliert war. Die Rüge des Rats blieb nicht ohne Folgen. Uwe Kohrs, als Vorsitzender des Trägervereins rechtlich haftbar, sollte eine Unterlassungserklärung unterschreiben. “Das hab ich natürlich nicht gemacht”, erzählt er. “Ich hatte aber sicherheitshalber meine Zahnbürste eingepackt, sollte ich verhaftet werden”. 

Die Recherche machen die Ratsmitglieder selbst. “Es ist ein Ehrenamt, was Zeit fordert, aber sehr viel Spaß macht”, da sind sich die beiden einig. “Wir wollen die Branche besser machen”, sagt Uwe Kohrs. Dass das funktioniert, zeigt die Geschichte: “Eine Rüge des Rats, das kann Karrieren schaden, auch wenn es offiziell nur eine Meinungsäußerung ist”, resümiert Alexander Güttler. 

Wrap up: 1. Veranstaltung – Ask us anything mit Annika Remberg und Eike Dalhoff

Endlich war es soweit: Die erste Veranstaltung von KommEct hat am Dienstag, 03.11.2020, stattgefunden und die Initiative damit offiziell gegründet. 

Die beiden Speaker:innen, Annika Remberg und Eike Dalhoff, haben die 8 Teilnehmer:innen an ihrem Weg zum Berufseinstieg teilhaben lassen und haben einige wertvolle Tipps gegeben. 

Annika arbeitet inzwischen mit einer Festanstellung bei Otto als Communication Consultant. Sie hat als Mitglied der Mainzer PR-Initiative Kommoguntia an einer Veranstaltung auf dem Otto-Campus teilgenommen und Kolleg:innen aus der Unternehmenskommunikation kennengelernt. Einige Wochen später hat sie den Kontakt via Twitter gesucht und ein Praktikum eingetütet. Dem Praktikum folgte die Werkstudentenstelle und das Volontariat. Ihr Tipp: “Guckt beim Volo auf die Ausbildung. Seid ihr die ganze Zeit nur in derselben Position und verrichtet täglich dieselben Aufgaben, seid ihr wahrscheinlich eher eine billige Arbeitskraft. Wenn ihr aber noch in andere Bereiche schnuppern könnt und es zusätzliche Weiter- und Fortbildungsangebote gibt, die euch persönlich was bringen, dann ist ein Volo eine gute Einstiegsoption. Die Arbeit, die du machst, muss zudem auch entsprechend bezahlt werden.”

Aber was macht ein gutes Gehalt aus? Die einstimmige Meinung: es muss zu der Arbeitsleistung passen und ausreichen für Miete und Lebensunterhalt. Eike rät aus eigener Erfahrung: „Verschafft euch zum Thema Einstiegsgehalt über die einschlägigen Fachmedien und Portale einen Überblick und tauscht euch mit Freund:innen, Kommiliton:innen und Branchenkenner:innen dazu aus.“ 

Bei den Gehaltsunterschieden spielt der Abschluss eine nicht ganz so bedeutende Rolle, viel wichtiger ist das, was man als Erfahrung vorweisen kann. Eike resümiert: “Soweit ich das einschätzen kann, sind die Absolvent:innen der Kommunikations- und PR-Studiengänge sehr gut vorbereitet für den Berufseinstieg – wir sollten uns aber von dem Gedanken verabschieden, dass man mit dem Studienabschluss fertig ausgebildet ist”. 

Das Schlussfazit der beiden: Netzwerke pflegen, sich seines Wertes bewusst sein, alles mitnehmen was geht, sich austauschen und realistisch bleiben. 

Wir von KommEct bedanken uns herzlich bei den beiden und freuen uns auf die nächste Veranstaltung am 17.11. um 19 Uhr zum Thema Gute PR – Böse PR. 

2. Veranstaltung – Gute PR – Böse PR

17.11.2020 – 19:00 Uhr (Gute PR – Böse PR)

Vortrag und Ask us anything-Session mit Prof. Dr. Alexander Güttler, Uwe Kohrs und Prof. Dr. Lars Rademacher vom Deutschen Rat für Public Relations

Bei unserer zweiten Veranstaltung geht es direkt ans Eingemachte: Wir möchten mit euch und den Ratsmitgliedern Prof. Dr. Alexander Güttler, Uwe Kohrs und Prof. Dr. Lars Rademacher über den Deutschen Rat für Public Relations sprechen. Thematisiert werden dabei die Arbeit des Rates und die interessantesten Fälle der letzten Jahre. Daran anknüpfend möchten wir mit euch diskutieren, was gute PR eigentlich ausmacht.
Wir freuen uns auf euch!

Wenn ihr teilnehmen wollt, meldet euch bitte unter hallo@kommect.de an.