Wrap up 5. Veranstaltung – Wie hat TikTok das Influencer Marketing verändert?

Bei unserer 5. Veranstaltung sind wir inhaltlich tief in den Bereich Influencer Marketing auf TikTok eingestiegen. Was sind die Besonderheiten und worauf kommt es an?

Anja Rechtsteiner und Niclas Müller von ressourcenmangel hatten die Antworten parat.

TikTok ist inzwischen kein Nischenphänomen mehr, alleine in Deutschland nutzen 14 Millionen Menschen die App monatlich, im Durchschnitt 73 Minuten pro Tag (Zahlen aus dem Oktober 2021). Die Hauptzielgruppe macht dabei die Generation Z aus. Das ist nur einer von insgesamt sieben Gründen, warum die App für Marken immer relevanter wird.

TikTok hat das Influencer Marketing in sich integriert und bietet für Marken einen eigenen Creator Marketplace, über den die passenden Creator gefunden werden können. “Dadurch, dass TikTok inhalts- und nicht reichweitengesteuert ist, kann jeder auf TikTok viral gehen”, sagt Niclas Müller, Senior Social Media Manager und Project Lead Social Media. Es kommt also vielmehr auf die eigene Kreativität an.

Im Gegensatz zu anderen Plattformen fügt sich Werbung auf TikTok ganz natürlich in den normalen “Für dich”-Feed ein. Dabei wird zwischen Top View und Top View Lite Ads unterschieden, die direkt beim Öffnen der App angezeigt werden und den In-Feed-Ads, die sich in den normalen Content einfügen. Als Marke kann man zudem eine Branded Hashtag Challenge buchen, die dann auf der Entdecken-Seite ganz oben angezeigt wird. Günstig ist das nicht: Für die einfachste Hashtag-Challenge bezahlt man schon einen 5-stelligen Betrag, berichtet Niclas.

Anja Rechtsteiner leitet das Team Brand & Corporate Communications bei ressourcenmangel. Gemeinsam mit ihrem Team hat sie für einen Kunden eine Influencer-Aktivierung auf TikTok umgesetzt.

Das Produkt sollte auf TikTok sichtbar gemacht werden, da es vor allem eine junge Zielgruppe ansprach. Man entschied sich gegen eine der von TikTok angebotenen Lösungen und arbeitete mit sechs Influencern zusammen, die Content auf TikTok veröffentlichten und diesen auch auf Instagram nutzten.

Die Reaktionen der User? “Sehr positiv”, sagt Anja Rechtsteiner. “Die Beiträge waren klar als Werbung zu erkennen, aber so unterhaltsam, dass sie sich gut in den Feed eingefügt haben und dadurch ein hohes Engagement erzielt haben.“

In der anschließenden Ask me anything Session hatten die Teilnehmer Zeit, weitere Fragen zum Thema Influencer Marketing und TikTok zu stellen. Unter anderem berichtete Niclas Müller davon, wie sie Kunden auf Clubhouse platzieren.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Speakern für die Insights.

 

It’s all about the hype – Clubhouse

Autor:in: Maike

Clubhouse – die neue App der Medien-, Politik usw. Bubble ist natürlich auch an uns nicht vorbeigegangen. Wie auch: auf Twitter, LinkedIn und Instagram wurde man regelrecht von Meldungen erschlagen: Wer ist da, wer spricht wozu, wer hat noch eine Einladung?

Ich selbst habe die App seit Sonntagabend und bin, zugegebenermaßen, hooked. Einen Ort zu haben, an dem (bisher) sehr zivilisiert über die verschiedensten Themen gesprochen wird, ist spannend. Insights in Branchen, in die Einblicke sonst schwierig sind? Für Studierende und Menschen, die kurz vor dem Abschluss stehen Gold wert.

Natürlich gibt es berechtigte Kritik. Verstärkung der Bubble, nicht inklusiv und iOS only. Daran müssen die Entwickler arbeiten. Zeitgleich müssen aber auch Konzepte her, wie man wirksam gegen Hate Speech, Rassismus, Diskriminierung etc. vorgeht.

Dennoch hat Clubhouse Potenzial. Voice only schafft eine Nähe, die in Corona-Zeiten verloren gegangen ist und fehlt, ohne dabei müde zu machen, wie es bei längeren Zoom Konferenzen der Fall ist. Jeder hat die Möglichkeit sich zu äußern, ein einfaches Hand heben reicht oder man erstellt einen eigenen Raum zu einem Thema. Die Diskussionen sind – bisher – sehr zivilisiert gewesen. Ein weiterer Vorteil: Sie verlieren sich nicht in den Kommentarspalten.

Hier wird die App auch als Branding Plattform interessant. Unternehmen erreichen potenzielle Bewerber und Kunden so persönlich wie nie zuvor. Aber auch im Bereich des Personal Branding bieten sich viele Möglichkeiten. Das ist gerade jetzt spannend, da die Jobsuche sich schwierig gestalten kann.

Mein Fazit bisher: Ich werde weiter zuhören und vielleicht sogar selbst irgendwann mal sprechen.

Wrap up 3. Veranstaltung – Ask me anything mit Anna-Lena Müller

Was macht eigentlich eine Plattform-Strategin und wie nutze ich Social Media professionell und persönlich? In der dritten Ask me anything Session hat Anna-Lena Müller uns diese und mehr Fragen beantwortet. 

Gemütlich, wenn auch hier und da mit technischen Schwierigkeiten oder improvisieren Settings, startete die Runde und es ging sehr schnell sehr tief rein mit den wichtigsten Tipps fürs LinkedIn Profil. Es sollte auf jeden Fall aussagekräftig sein, die URL angepasst. Das hilft bei der Auffindbarkeit. Auf dem Profil sollten alle bisherigen, relevanten Praxiserfahrungen stehen, auch Praktika. “Die scheinen selbst mit Berufserfahrung noch spannend zu sein”, erzählt Anna-Lena Müller. Sie selbst hat sich bei all ihren Kanälen für einen einheitlichen Namen, @froileinmueller, entschieden.

Für sie sind Social Media Kanäle nicht nur eine digitale Visitenkarte, sondern auch eine gute Möglichkeit um sich zu vernetzen. Auf LinkedIn riet sie den Teilnehmenden etwa dazu, entweder Menschen zu folgen oder sich mit ihnen zu vernetzen und dann immer mal wieder zu interagieren. “Ihr müsst nicht immer in die DMs sliden, ein Like oder Kommentar reicht meistens schon”, beantwortet sie die Frage einer Teilnehmerin. 

Bei der eigenen Positionierung rät sie dazu, sich sein Herzensthema zu überlegen und sich zu entscheiden, wo man sich in die Diskussion einbringen will. Dabei ist es wichtig authentisch zu bleiben und negative Kommentare nicht persönlich zu nehmen. “Das gilt für jede Art der Kommunikation: ob Corporate, CEO oder auf den eigenen Kanälen”, hebt Anna-Lena Müller hervor. 

Als Plattform Strategin bei Volkswagen AG, wo sie bis Ende November arbeitete, stand sie genau dafür ein: “Man muss nicht überall sein, es schadet mehr ein Profil halbherzig zu bespielen als keins zu haben”. Zu ihrem Berufsalltag gehörte es, die digitalen Kanäle zu verantworten, sich einen Überblick über Themen zu verschaffen, Mitarbeiter*innen für Social Media zu begeistern und zu befähigen und vieles mehr. Dabei ist Flexibilität gefragt. Genau das schätzt die 33-Jährige auch an der Kommunikation: “Kein Tag ist wie der andere – das macht die Arbeit in der Kommunikation jeden Tag aufs Neue spannend.”

Am Ende kann man festhalten, auf Social Media gelten im Prinzip drei “Regeln”:

  • aktiv sein und interagieren
  • persönlich aber nicht privat 
  • bei negativen Antworten: Antwort tippen, diese löschen und durchatmen. Dann entweder ignorieren oder “Kill them with kindness”.

Vielen Dank Anna-Lena für die Insights, die Tipps und das Mut machen!

Die Ask me anything Session war die dritte und letzte Veranstaltung für dieses Jahr. Der nächste Termin ist die KommEct Weihnachtfeier am 15.12., die sich an die Mitglieder und Interessierten an der Initiative richtet, die an der Uni Duisburg-Essen studieren. Meldet euch gerne unter hallo@kommect.de an. 

3. Veranstaltung – Ask me anything mit Anna-Lena Müller

Als Plattform Strategin bei Volkswagen weiß Anna-Lena Müller worauf es in den Sozialen Netzwerken ankommt. Zuvor war sie bei Microsoft Head of Digital Channels und Pressesprecherin. 

Bei unserer Ask me anything Session wird es um ihren Beruf, Social Media und warum Social Media für Kommunikator:innen wichtig ist gehen. Und nebenbei gibt es auch noch ein paar Tipps, was ein guten LinkedIn Auftritt ausmacht.

Wenn ihr teilnehmen wollt, meldet euch bitte unter hallo@kommect.de an. Schreibt uns dazu kurz, welchen Studiengang und ob Bachelor/ Master ihr an der Uni DUE studiert.