Wrap Up – Bachelor und dann?

Zu Gast in unserer fünften Veranstaltung im Sommersemester waren Nils Hille, Geschäftsführer der dapr, und Karola Liedtke, Programm-Managerin bei der dapr. Die dapr, also die Deutsche Akademie für Public Relations, ist ein Aus- und Weiterbildungsinstitut rund um professionelle Kommunikation. Von Nils Hille und Karola Liedtke wollten wir wissen, wie es nach dem Bachelor weitergehen kann. Gemeinsam haben wir uns über die Themen Jobeinstieg, Masterstudium und Bewerbung unterhalten.

Der erste Fokus wurde dabei auf die Frage gesetzt, ob sich ein Traineeship oder ein Volontariat für den Berufseinstieg eignen. Die Antwort: Zu den richtigen Bedingungen, ja! Das Programm sollte einige Voraussetzungen erfüllen. Dem Arbeitgeber sollte es nicht darum gehen, eine günstige Arbeitskraft einzustellen, die lästige Aufgaben übernimmt. In einem guten Traineeprogramm erhalten Trainees die Möglichkeit, zu fairen Bedingungen in verschiedene Bereiche einzutauchen und theoretisches und praktisches Wissen zu erlangen.
Doch woher weiß man, ob ein Traineeprogramm gut ist?Erkennen kann man das zum Beispiel daran, wenn ein Programm die dapr.zertifizierung trägt. Um diese zu erlangen, muss der Arbeitgeber gewisse Kriterien erfüllen, die die Qualität des Programms sicher stellen. Dabei wird vor allem auf die Wissensvermittlung und die organisatorischen Bedingungen ein Augenmerk gelegt. Unter dapr.de/zertifizierung findet man alle zertifizierten Programme und sieht auf einen Blick, welche Unternehmen, Agenturen oder Non-Profit-Organisationen gute Einstiegsmöglichkeiten im Kommunikationsbereich bieten.
Um selbst einen potenziellen Arbeitgeber beispielsweise im Bewerbungsgespräch genauer unter die Lupe zu nehmen, kann man die Checkliste nutzen, die auf der Website zum Download zur Verfügung steht.

Einen Unterschied zwischen Traineeship und Volontariat gibt es übrigens nicht. Unternehmen und Organisationen steht es frei, eine Bezeichnung zu wählen. Bieten Unternehmen beispielsweise Traineeships im Bereich der Betriebswirtschaft oder des Managements an, so könnten sie zur Abgrenzung dazu die Programme im Bereich PR und Kommunikation Volontariate nennen.

Im zweiten Schwerpunkt der Präsentation haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob man einen Masterabschluss braucht, um im Kommunikationsbereich eine erfolgreiche Karriere hinzulegen. So einfach lässt sich das aber nicht beantworten. Letztendlich ist ein Masterstudium vor allem eine Typ-Frage. Wenn man sich im Bachelor vielleicht schon schwer getan hat mit der Struktur eines Studiums und Lust auf Praxis hat, kann der direkte Einstieg in den Beruf genau das Richtige sein. Dabei gilt zu beachten, dass es in größeren und konservativen Unternehmen oder in öffentlichen Institutionen Stellen gibt, für die ein Masterabschluss Voraussetzung ist. Unabhängig vom Abschluss ist Praxiserfahrung von größter Bedeutung für den Jobeinstieg, verrät Karola Liedtke. Neben dem Studium Erfahrung zu sammeln in Form von Werkstudententätigkeiten oder Praktika ist unerlässlich – nicht nur für den Lebenslauf, sondern vor allem für einen selbst. Mit der ersten Praxiserfahrung lernt man häufig, welche Aufgaben und Bereiche einem liegen und was einem Spaß macht.

Wer sich nicht zwischen Theorie und Praxis entscheiden mag, kann beides in einem dualen Masterstudium verbinden. Die dapr bietet berufsbegleitende Master in den Bereichen „Strategische Kommunikation und PR“ und „Digitale Kommunikation“ an. Das Studium ist dafür ausgelegt Vollzeit zu arbeiten, daher erlernt man die Studieninhalte vor allem im Selbststudium. Dies hat den Vorteil, dass man voll in den Job einsteigen kann und parallel Fachwissen und einen Masterabschluss erlangt. Häufig ist auch eine Finanzierung des Studiums über den Arbeitgeber möglich. Auch die Suche nach einem passenden Unternehmen für das duale Studium ist über die dapr.dual möglich. Studierende können sich kostenfrei auf der Website der dapr anmelden. Vermittelt wird im Zeitraum von Februar bis August und es kommen laufend neue Arbeitgeber hinzu.

Zum Schluss gingen Nils und Karola noch darauf ein, was man bei einer guten Bewerbung beachten sollte. Dabei wurde deutlich, dass Eigeninitiative und Motivation nicht nur leere Schlagwörter sind. „Die Mutigen gewinnen“, betont Nils Hille: Um positiv aufzufallen und Engagement zu zeigen, kann sich ein Anruf beim potenziellen Arbeitgeber vor der Bewerbung lohnen. Zudem können so vorab Fragen geklärt werden und zusätzliche Informationen zu den Abläufen des Bewerbungsprozesses eingeholt werden. Auch von langen Listen an Anforderungen in ausgeschriebenen Stellen sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Diese verstehen sich häufig als „Wunschliste“ des Arbeitgebers. Kann man die Anforderungen nicht vollständig erfüllen, sollte man sich dennoch bewerben und dabei vor allem vermitteln, was einem an der Position und am Arbeitgeber reizt. Um für Wiedererkennungswert und Gesprächsstoff im Interview zu sorgen, kann man dabei beispielsweise eine Veranstaltung oder eine Kampagne erwähnen, die einen Eindruck hinterlassen hat.

Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt schätzt Nils Hille als sehr positiv für Einsteiger ein. Viele Unternehmen haben derzeit offene Positionen. Bezüglich der Wahl des Arbeitgebers rät Hille: „Nicht immer lernt man bei den Größten am meisten“. Auch kleinere Organisationen können herausragende Traineeprogramme anbieten und bezahlen inzwischen teilweise sehr gute Einstiegsgehälter.

Unter dapr.de/studierende bietet die dapr zudem verschiedene kostenfreie Angebote für Studierende, wie beispielsweise Beratungsgespräche oder monatliche Ask Me Anything-Sessions mit Branchenexperten. Vorbeischauen lohnt sich!

In unserer nächsten Veranstaltung, am 29.06.2021 um 19.00, erfahrt ihr, worin sich die Arbeit in kleinen Agenturen von der in großen Agenturen unterscheidet.

Wrap Up – How to Bewerbung

Wie sieht das perfekte Bewerbungsschreiben aus und worauf sollte ich besonders achten? Auf diese Fragen hat uns Christine Stock, Leiterin Human Resources von der Agentur Fink & Fuchs Antworten gegeben. Bei der Bewerbung kommt es immer darauf an, aus der Masse herauszustechen und so einen persönlichen Vorteil zu gewinnen. Dabei gehört das Anschreiben, laut Christine Stock, zu der Königsdisziplin. Bei dem Anschreiben sei es wichtig, seinen persönlichen Fußabdruck zu hinterlassen und dabei ein Bild von sich zu erschaffen.

Es kann hilfreich sein, die Sprache an den jeweiligen Arbeitgeber anzupassen, trotzdem sollte man darauf achten, authentisch zu bleiben. Um positiv aufzufallen, ist es von großer Bedeutung, seine Bewerbung kurz und prägnant zu halten. Zudem sollte man keine allgemeinen Floskeln verwenden und nicht einfach seinen Lebenslauf wiedergeben. „Lieber ein, zwei Highlights aus der Berufserfahrung schildern“, so Christine Stock. Wenn sie sich eine Bewerbung anschaut, schaut sie als erstes auf den Lebenslauf und dann auf das Anschreiben. Lücken im Lebenslauf sind übrigens gar nicht so schlimm und können auch ein spannendes Gesprächsthema sein, verriet uns Frau Stock.

Mit unserer nächsten Veranstaltung beenden wir unsere kleine Reihe zum Thema Bewerbung. Am 15.06. um 19 Uhr sprechen wir mit Karola Liedtke und Nils Hille darüber, welche Möglichkeiten man nach dem Bachelor hat.

 

 

Wrap Up – ask me anything mit Trainees von fischerAppelt

In unserer 3. Veranstaltung im Sommersemester 2021 haben uns Mailin Heyne (HR Managerin), Katharina Prußnat (Trainee Public Relations), Tessa Leinenbach (Junior Account Executive) und Antonia Paul (Junior Account Executive) von der Agentur fischerAppelt von ihren Erfahrungen mit dem Traineeship in einer Agentur, dem Berufseinstieg generell und ihrem Arbeitsalltag berichten und machen uns damit Lust auf den Einstieg ins Agenturleben!

Die Agenturgruppe fischerAppelt ist mit über 700 Mitarbeitern an diversen Standorten in und außerhalb von Deutschland vertreten und unterteilt sich in neun Agenturen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Durch diese Zusammenstellung kann fischerAppelt seinen Kunden ein Full Service Paket anbieten, welches von klassischer PR über Live Marketing bis hin zu Strategieentwicklung reicht.

Dass ein Traineeship bei fischerAppelt mit viel Abwechslung und neuen Erfahrungen gekennzeichnet ist, vermitteln unsere Speakerinnen begeistert. „Es gibt keinen Tag, an dem ich nichts neues lerne“, bestätigt Tessa Leinenbach, Junior Account Executive, die erst kürzlich ihr Trainee-Programm beendet hat. Das Programm dauert 15-18 Monate – abhängig davon, ob man mit einem Bachelor- oder Masterabschluss startet – und beinhaltet diverse Fortbildungen in sogenannten Academies sowie einen Einblick in eine andere Abteilung. In den Academies wird beispielsweise kreatives und innovatives Denken und Arbeiten vermittelt, es finden Trainings zur Arbeit mit Social Media und zur Redaktion statt sowie ein Coaching zum Pitchen, dem Präsentieren vor Kunden. Neben der Möglichkeit als Trainee in der PR Beratung anzufangen, kann man sich auch in anderen Bereichen wie der Redaktion, dem Social Media Marketing oder der Kreation spezialisieren.

Von HR Managerin Mailin Heyne erfuhren wir, dass es sich lohnt, die Initiative zu ergreifen: etwa die Hälfte der Trainees werden über Initiativbewerbungen eingestellt. Ein Studium im Bereich der Public Relations oder der Kommunikation sowie praktische Erfahrungen sind selbstverständlich von Vorteil, jedoch nicht das, worauf es letztendlich ankommt. „Wer bei fischerAppelt anfangen möchte, sollte vor allem Lust darauf haben, etwas zu bewegen und sich einzubringen“, erklärt Mailin Heyne.

Im Traineeship selbst steht das Lernen im Vordergrund, und bei fischerAppelt geschieht dies on the Job. Im PR Traineeship der Agentur startet man im Tagesgeschäft und arbeitet direkt am Kunden. Das bedeutet aber längst nicht, dass man ins kalte Wasser geworfen wird. Den Trainees der Agentur stehen Ansprechpartner und Kollegen mit ihrer Expertise zur Seite. Für Katharina Prußnat, Tessa Leinenbach und Antonia Paul stellt diese offene Lernkultur und hilfsbereite Atmosphäre einen großen Vorteil dar.

Zu den typischen Aufgaben ihres Arbeitsalltags zählen sie beispielsweise das Schreiben von Briefings und Pitches und die Zusammenarbeit mit Journalisten und Medien. Als Highlight ihres Traineeships stellen sie das „Pitch Lab“, also das Coaching zum Thema Pitchen, heraus. Beim Pitch gilt es den Kunden von einer Idee zu überzeugen, was durchaus seine Schwierigkeiten aufweisen kann. Das Coaching bietet die Möglichkeit mit Experten an Fällen mit Praxisbezug zu üben, die psychologischen Prozesse hinter dem Treffen von Entscheidungen zu verstehen und den Aufbau einer stringenten und ansprechenden Präsentation zu erlernen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Speakerinnen für die spannenden Einblicke zum Thema Traineeship und Berufseinstieg in Agenturen.

Unsere nächste Veranstaltung findet am 01.06.2021 um 19 Uhr statt. Gemeinsam mit Christine Stock wollen wir uns mit der “perfekten” Bewerbung beschäftigen.

3. Veranstaltung im Sommersemester – Ask me anything mit Trainees von fischerAppelt

Am Dienstag den 18.05.2021 um 19 Uhr startet unsere dritte Veranstaltung im Sommersemester mit dem Thema Berufseinstieg in eine Agentur. Die Veranstaltung ist als Ask me anything Session aufgebaut.

Antonia Paul (Junior Account Executive), Tessa Leinenbach (Trainee Public Relations), Katharina Prußnat (Trainee Public Relations) und Mailin Heyne (HR Managerin) von der Agentur fischerAppelt geben uns einen Eindruck von ihren Jobs: “Wir freuen uns mit euch gemeinsam in einer ganz lockeren, gemütlichen Runde am Abend über fischerAppelt, die Agenturwelt und unser Traineeship in der PR Beratung zu sprechen.”

Wenn Ihr schon immer wissen wolltet, wie der Arbeitsalltag in einer Agentur aussieht, dann meldet euch bis zum 18.05. um 18 Uhr unter hallo@kommect.de an. Wenn du an der UDE studierst, gib bitte deinen Studiengang mit an, ansonsten reicht die Uni, an der du studierst.

Wrap up 4. Veranstaltung – Ask me anything mit Christine Stock von Fink & Fuchs

Wer bin ich wirklich? Warum diese Frage besonders bei der Karriereplanung wichtig ist – das erfuhren die Teilnehmenden bei unserer 4. Veranstaltung von Christine Stock, Leiterin HR bei Fink & Fuchs. 

Wenn Christine Stock ein Bewerbungsschreiben vor sich hat, landen die mit schlechter Rechtschreibung direkt “auf dem Aussortierstapel”. “Gute Rechtschreibung ist immer noch wichtig in unserem Job”, begründet sie. Worauf man sonst achten sollte, wenn man sich bewirbt? “Bewerber sollten sich immer die Frage stellen, was in der Stellenausschreibung eigentlich gesucht wird und was man selbst zur Fragestellung beitragen kann”, ergänzt sie. 

Wenn man sich jedoch nicht sicher ist, hilft auch ein Anruf. Christine Stock gibt den Tipp, dort nicht nur zu fragen, ob die Stelle noch frei ist, sondern das Gespräch zu nutzen, um Punkte zu klären, die mehrdeutig sind oder um zu fragen, welche Kompetenz zwingend vorhanden sein muss. Wenn es dann ans Anschreiben geht, hat sie eigentlich nur zwei Tipps: nicht den Lebenslauf nacherzählen und sich auch einmal vom klassischen Aufbau lösen, wenn man eine gute Idee dafür hat. 

“Letztlich sollte das Anschreiben User freundlich sein”, sagt sie. Statt zu schreiben, auf welche Stelle man sich bewirbt, hilft es, sich einen Aspekt aus der Stellenbeschreibung herauszugreifen und zu erklären, warum man selbst für die Stelle gut geeignet ist. 

Und wie findet man die Stellen oder den Job, der für einen passt?

Christine Stock hilft immer ein 5 Punkte Plan, den sie selbst bei einem Vortrag gehört hatte. Was ist mein Ziel? Was wünsche ich mir von meinem Job? Wer kann mich unterstützen? Macht der Job Freude? und von den vier Punkten, was davon bin wirklich ich? 

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Frau Stock für Ihre vielen Tipps und das Nehmen der Nervosität. Denn wenn das Anschreiben durch irgendetwas positive Aufmerksamkeit erweckt, ist man schon auf dem richtigen Weg.