Wrap-Up: Politische Kommunikation

Wie man seinen Weg in die politische Kommunikation findet und was einen dabei erwartet, erzählte uns Robin Funke in unserer zweiten Veranstaltung in diesem Wintersemester. Mit 22 Jahren steht er kurz vor seinem Abschluss im Bachelor Journalismus und PR an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen und weist dabei bereits mehrere Jahre Arbeitserfahrung in unterschiedlichen Funktionen auf, unter anderem in der politischen Kommunikation bei der FDP.

Über sein Engagement bei den Jungen Liberalen hat Robin in den Social Media-Bereich der Gelsenkirchener FDP-Ratsfraktion gefunden. Zuletzt unterstützte er im Rahmen eines Praktikums den aktuellen Bundesjustizminister Dr. Marco Buschmann im Bundestagswahlkampf und in diesem Jahr ist er im digitalen Landtagswahlkampf für die FDP-Kandidatin Isabell Scharfenstein tätig.

Die Aufgaben in der politischen Kommunikation unterscheiden sich je nach politischer Ebene und erstrecken sich dabei über die ganze Palette der PR-Instrumente: angefangen bei klassischer Unterstützung im Straßenwahlkampf, über die kommunikative Begleitung von Events, bis hin zur digitalen Kommunikation über diverse Kanäle. Robin betont dabei besonders die Bedeutung der Tageszeitungen. In Bezug auf die kommunale Ebene erklärt er: „Der Kontakt zu JournalistInnen aus dem jeweiligen Ortsteil ist ausschlaggebend“. Der persönliche und zwischenmenschliche Kontakt und die klassischen Medien gehören in der Kommunalpolitik zu den stärksten Kommunikationsinstrumenten. Auf Landes- und Bundesebene gewinnen zusätzlich zu den regionalen und überregionalen Zeitungen auch die Social-Media-Kanäle an Bedeutung.

Des Weiteren wollten wir wissen, was das Besondere an politischer Kommunikation ist und welche Eigenarten diese mit sich bringt. Robin erklärt: „Komplexe und teilweise auch nicht sonderlich spannende Themen müssen durch gute und gewinnbringende Kommunikation vermittelt werden“. Darin liege die Herausforderung, aber auch der Reiz der politischen Kommunikation. Während es darum geht, die Wahlberechtigten mit Inhalten für sich zu gewinnen, haben die Parteien auch einen Bildungs- und Informationsauftrag. Gleichzeitig muss die Integrität, Glaubwürdigkeit und Reputation der PolitikerInnen gewahrt werden. Zudem betont Robin, dass einen in der Politik, gerade zu den Wahlkampfphasen, ein erhöhter Workload erwartet und man sich spontanen Entwicklungen gegenüber flexibel zeigen muss.

Ein gewisses Interesse für Politik und eine persönliche Übereinstimmung mit den Ideen der jeweiligen Partei erleichtern den Eintritt in die politische Kommunikation ungemein. Der Einstieg gelingt häufig über Praktika. Dabei können PolitikerInnen als starke Enabler der Karriere wirken, wobei man sich dennoch sein eigenes Standing aufbauen und sich nicht zu abhängig von einzelnen Personen machen sollte, rät Robin. Abschließend fasst er zusammen: „Die politische Kommunikation ist absoluter Nervenkitzel. Sie umfasst extrem komplexe Themen, die man runterbrechen muss und bietet tolle kommunikative Möglichkeiten. Wenn ich merke, dass die Menschen die Botschaft verstanden haben, ist das für mich die größe Belohnung!“

2. Veranstaltung im Wintersemester – Politische Kommunikation

In unserer nächsten Ask Me Anything Session, am 11.01.2022, widmen wir uns dem Thema Politische Kommunikation und wir freuen uns, Robin Funke als Speaker begrüßen zu dürfen. Er steht kurz vor dem Bachelorabschluss an der Westfälischen Hochschule (Journalismus/PR) und hat den aktuellen Bundesjustizminister im Bundestagswahlkampf unterstützt. Inzwischen ist Robin Funke für den digitalen Landtagswahlkampf der FDP-Landtagskandidatin Isabell Scharfenstein verantwortlich.

Solltet Ihr auch am 11.01., 19 Uhr dabei sein wollen, wenn Robin Funke seine Erfahrungen mit uns teilt und von seiner Arbeit im Bereich der politischen Kommunikation berichtet, dann meldet euch bis zum 11.01. um 18 Uhr unter hallo@kommect.de an.

Presseinformation – Vereinseintragung

PRESSEINFORMATION
von KommEct e.V.

KommEct ist ein offiziell eingetragener Verein 

Essen, 13.12.2021
Ende November wurde die Studenteninitiative KommEct an der Universität Duisburg – Essen offiziell ins Vereinsregister eingetragen und kann sich somit nun “KommEct e.V.” nennen. Ein großer Schritt wurde damit gemeistert. 

Die PR-Studenteninitiative KommEct wurde im Mai 2020 von Maike Strömer und Joline Scheffler gegründet. Der Name setzt sich aus den Wörtern “Kommunikation” und “connect” zusammen. Das große “E” steht für die Stadt Essen, da es die Initiative der Universität Duisburg-Essen ist.

Das Ziel des Vereins ist es, ein Netzwerk zu errichten, in dem Studierende und Unternehmen im Austausch stehen und Kontakte für die berufliche Zukunft knüpfen können. Außerdem ermöglicht die Initiative den Studierenden einen Einblick in die PR-Branche, weshalb sie einen engen Kontakt zu Agenturen und Kommunikationsprofis pflegt.

Die Mitglieder des Vereins haben die Möglichkeit, sich aktiv zu beteiligen und eigenverantwortlich Konzepte und Strategien zu entwickeln, um die Initiative voranzutreiben. Durch das YoungPR-Pros-Netzwerk steht KommEct deutschlandweit im engen Austausch mit anderen Initiativen. Die Besonderheit an KommEct ist, dass  Studierende aller Fachrichtungen mit Interesse an PR und Kommunikationsthemen willkommen sind.  Auch im Anschluss an die Pandemie setzt KommEct die Vereinsarbeit überwiegend remote fort, wodurch weiterhin standortübergreifend gearbeitet wird.

Bei der erste offizielle Vorstandswahl nach der Vereinsgründung am 23.11.2021 wurde Johanna Vogel, Leiterin des Mitgliederressorts zur ersten Vorsitzenden des Vereins gewählt. Sie löst damit Maike Störmer ab, die dem Verein nach der Gründungssitzung vorstand. Als zweite Vorsitzende wurde Vivien Förster gewählt, sie leitet das Kommunikationsressort. Patricia Fiebig wurde ins Amt der Schatzmeisterin gewählt, das an die Leitung des Finanzressorts gekoppelt ist. Schriftführer ist Camille Etienne Rose, er übernimmt seitdem die Leitung des Veranstaltungsressorts.

 

Direkte Ansprechpartnerin:

Vivien Förster
Leitung Kommunikationsressort
E-Mail: kommunikation@kommect.de

 

Wrap-Up: Krise & Purpose

Bei unserer ersten Veranstaltung im Wintersemester durften wir Max Niklas Gille willkommen heißen und ihm Fragen zu den Themen Krisenkommunikation und Purpose stellen. Vor seiner Tätigkeit als Head of Communications, Public Policy und Sustainability bei der Ceconomy AG, war Max Niklas Gille als Pressesprecher in der Unternehmenskommunikation von Vonovia tätig. Für die Zukunft plant er, sich noch intensiver auf den Bereich Digitalisierung und Social Media zu fokussieren.

„Wofür stehen wir und warum kann die Gesellschaft nicht auf uns verzichten?“ – Diese Frage sollte sich ein Unternehmen laut Max Niklas Gille stellen, wenn es um Öffentlichkeitsarbeit geht, vor allem als Schutz auf mögliche Krisensituationen.
Zu Beginn jeder Krise sollte man sich daher nach der eigenen Position fragen: „Sind wir Verursacher oder (Mit-)Leidtragende der Krise?“. Zunächst muss daher festgelegt werden mit welcher Art von Krise man es zu tun hat und wen sie betrifft. Findet man auf diese Fragen die passenden Antworten, können daraus Maßnahmen abgeleitet werden. Dabei müsse der Kommunikator die Informationen nicht nur nach außen senden, sondern auch ins innere des Unternehmens vermitteln – und natürlich in den Krisentab eingebunden sein. In der Krise greifen dann Prozesse, die man im Idealfall im Vorfeld entwickelt hat. Kommunikation ist in diesem Zusammenhang ein sehr relevanter Teil der Krisenbewältigung.

Wer sagt was zu wem?

Um den richtigen Umgang mit einer Krisensituation zu finden, ist es auch notwendig, sich als Kommunikator über seinen eigenen Wertekompass im Klaren zu sein. Die eigenen Ziele mit den Unternehmenszielen in Einklang zu bringen, sei einer der wichtigsten Punkte in der Unternehmenskommunikation.  Die Frage, wohin es langfristig gehen soll, ist die wichtigste. „Wo stehen wir gerade und wo möchten wir hin?“ bleibt eine der zentralen Fragen, wenn es darum geht, Kommunikationsstrategien zu entwickeln

Wir bedanken uns für den interessanten Austausch und die vielseitigen Einblicke in die Unternehmensprozesse vor, während und nach einer Krise!

Wrap-Up: Twitch in der Unternehmenskommunikation

In unserer letzten Veranstaltung im Sommersemester haben wir mit der Telekom über Twitch gesprochen. Stephanie Tönjes und Karim Cheranti haben uns mitgenommen auf eine Reise in ihre Twitch Strategie und uns spannende Einblicke gegeben.

“Die Telekom war schon immer Pionier in Sachen Social Media”, sagt Stephanie Tönjes zum Einstieg in ihren Vortrag. “Deshalb wollten wir auch bei Twitch einen neuen Kanal für eine neue Zielgruppe eröffnen. Wir wollten da sein, wo die Leute über uns reden”, sagt Stephanie Tönjes.

“Der Kanalaufbau dauert auf Twitch länger als auf anderen Plattformen, wie zum Beispiel Tik Tok” sagt Karim Cheranti. Bei Twitch, so die Erfahrung der beiden, geht Qualität vor Quantität. Es gibt weniger inaktive Follower als bei Instagram oder Tik Tok, was auch an dem Stil der Plattform liegt.

Auf ihrem eigenen Kanal ist die Telekom Creator und nicht nur Beobachter. Ihre Streams umfassen Bereiche wie Tech und natürlich Gaming, aber auch Events wie die E-Trophy oder 21 Tage rund um die EM werden gestreamt. Dabei ist es ihnen wichtig, auch aktiv im Chat als Deutsche Telekom dabei zu sein. Unterstützt werden die beiden dabei von ehrenamtlichen Mods, die ebenfalls bei der Telekom arbeiten. “Es ist wichtig die Do’s & Dont’s im Chat oder die aktuellen Trends zu kennen und die Sprache der Community zu sprechen”, sagt Karim Cheranti.

“Twitch ist das was man daraus macht und hat noch viel Potenzial”, sagt Stephanie Tönjes. Die Telekom hat inzwischen eigene feste Formate etabliert, reagiert aber auch auf aktuelle Themen und Trends. “Wir wollen uns noch weiterentwickeln und Talkformate testen. Vielleicht wird man irgendwann sogar die Hauptversammlung über Twitch streamen”.

Ihre Community auf Twitch haben sie sich organisch aufgebaut, heute hat der Kanal rund 11.200 Follower. “Erfahrungsgemäß sind viele von diesem Ansatz überfordert”, sagt Karim Cheranti. Sein Tipp an alle, die mit Social Media arbeiten: “Setzt euch mit den Kanälen, egal ob Twitch, Tik Tok, Instagram oder LinkedIn, auseinander. Man sieht sofort, wenn jemand das nur so nebenbei macht”.

Wir bedanken uns bei  den beiden Speakern für die spannenden Einblicke und die wertvollen Hinweise.

Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt uns auf unseren Social Media Kanälen oder abonniert unseren Newsletter.

7. Veranstaltung im Sommersemester – Twitch in der Unternehmenskommunikation

Das Sommersemester ist fast vorbei und somit nähern wir uns auch schon wieder dem Ende unserer Veranstaltungen. Für den Schluss haben wir uns etwas ganz besonderes aufgehoben: Stephanie Tönjes und Karim Cheranti von der Telekom beantworten uns am 13.07., 19 Uhr,  alle Fragen rund um Twitch in der Unternehmenskommunikation und wie sie das Streamer-Portal in ihre Social Media Arbeit eingebunden haben.

Wenn ihr euch das nicht entgehen lassen wollt, dann meldet euch bis zum 13.07.,  um 18 Uhr unter hallo@kommect.de an. Wenn du an der UDE studierst, gib bitte deinen Studiengang mit an, ansonsten reicht die Uni, an der du studierst.

 

 

Wrap-Up: Kleine Agenturen vs. große

Seit 2008 führt Michael Bokelmann seine Agentur wort:laut PR & Redaktion. Wie es dazu kam und welche Vor- und Nachteile die Arbeit als Selbstständiger in einer kleinen Agentur birgt, berichtete er uns in unserer 6. Veranstaltung im Sommersemester.

Der Traum der eigenen Agentur entstand bei Michael Bokelmann bereits als Student. Neben seinem Studium der Kommunikationswissenschaft sammelte er Erfahrung beim Radio, in der Moderation und auch in der PR. Mit der Gründung von wort:laut im Jahr 2008 stellte sich Bokelmann den Herausforderungen der Selbstständigkeit und setzte zeitgleich seine Vorstellungen in die Tat um.

Eine Unternehmensgründung bedeutet auf der einen Seite viel Arbeit und Verantwortung .Auf der anderen Seite Selbstbestimmung und Freiheiten. Aus unserem Gespräch wird schnell deutlich, dass man für die Selbstständigkeit vor allem Leidenschaft braucht. Das Überschreiten einer 40-Stunden-Woche ist keine Seltenheit unter Gründern und die Grenzen zwischen Beruflichem und Privatem können schnell verschwimmen. Doch wie schon Mark Twain sagte: „Find a job you enjoy doing, and you will never have to work a day in your life.” Für Bokelmann überwiegen die Vorteile der Selbstverwirklichung im Beruf und der Spaß, den er an seinen eigenen Projekten hat.

Um sich in der PR selbstständig zu machen, sind natürlich auch Fachkompetenzen und -kenntnisse der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit notwendig. Dennoch ist es auch wichtig, realistisch zu bewerten, welche Aufgaben man nicht übernehmen kann: Um gute Ergebnisse zu erzielen, haben auch Selbstständige die Möglichkeit Dienstleister zu beanspruchen und Experten hinzuzuziehen für Themen und Tätigkeiten, auf die sie selbst nicht spezialisiert sind.

Doch wie unterscheidet sich der Arbeitsalltag in einer großen Agentur von dem in einer kleinen? Als Vorteil an kleinen Agenturen sieht Bokelmann den direkten und engen Kundenkontakt sowie die vollumfängliche Betreuung des Kunden. Dies ermöglicht eine optimale Umsetzung der Kundenanforderungen. Für eine Vielzahl von Aufgabenbereichen zuständig zu sein, kann gleichzeitig aber auch belasten und somit zur Kehrseite der Medaille werden.

Da in größeren Agenturen oft arbeitsteilig verfahren wird, verteilen sich der Workload sowie die Verantwortung auf mehrere Schultern. Letztlich werden in beiden Agentur-Formen die gleichen PR-Instrumente eingesetzt und die Größe der Agentur stellt in der Regel kein Qualitätsmerkmal dar. „Es ist ein großartiger Job – sowohl in kleinen als auch in großen Agenturen“, findet Bokelmann.

Für den Einstieg in einen Kommunikationsberuf hält Bokelmann einen Ratschlag bereit: „Sucht euch Schwerpunkte.“ Zusatzqualifikationen im Lebenslauf bringen nicht nur einen Vorteil im Arbeitsalltag, sondern helfen auch dabei, sich von anderen Bewerbern abzuheben. Mit zusätzlichen Fähigkeiten in den Bereichen Film, Fotografie, Programmierung, Website Editing oder Social Media kann man sein Profil ausgezeichnet abrunden.

Zum Ende unseres Gesprächs verrät uns Michael Bokelmann noch sein Motto: „Machste nichts, passiert auch nichts.“ Es ergeben sich Chancen, wenn man sich darum bemüht und sich selbst einbringt. Vor allem sollte man Lust auf die Tätigkeit haben, der man sich widmet.

In unserer letzten Veranstaltung im Sommersemester, am 13.07.2021 um 19.00, werden wir alle Fragen rund um das Thema Twitch in der Unternehmenskommunikation klären und schauen wie das Streamer-Portal in die Social Media Arbeit eingebunden werden kann.

6. Veranstaltung Sommersemester – Kleine vs. Große Agentur

Kleine Agentur vs. Große Agentur – so lautet das Thema bei unserer nächsten Veranstaltung. Was sind die Vorteile einer “kleinen” Agentur und wie ist es, sich selbstständig zu machen?

Antworten auf diese Fragen erhaltet ihr am Dienstag, den 29.06.2021 um 19 Uhr in unserer sechsten Veranstaltung in diesem Semester.

Unser Speaker ist Michael Bokelmann. Er war nicht nur Journalist, Pressesprecher, PR-Manager und Geschäftsführer – Michael Bokelmann gründete 2008 seine eigene Agentur: wort:laut PR. Dadurch hat er viele spannende Geschichten zu erzählen.

Wenn ihr euch das nicht entgehen lassen wollt, dann meldet euch bis zum 29.06. um 18 Uhr unter hallo@kommect.de an. Wenn du an der UDE studierst, gib bitte deinen Studiengang mit an, ansonsten reicht die Uni, an der du studierst.

Wrap Up – Bachelor und dann?

Zu Gast in unserer fünften Veranstaltung im Sommersemester waren Nils Hille, Geschäftsführer der dapr, und Karola Liedtke, Programm-Managerin bei der dapr. Die dapr, also die Deutsche Akademie für Public Relations, ist ein Aus- und Weiterbildungsinstitut rund um professionelle Kommunikation. Von Nils Hille und Karola Liedtke wollten wir wissen, wie es nach dem Bachelor weitergehen kann. Gemeinsam haben wir uns über die Themen Jobeinstieg, Masterstudium und Bewerbung unterhalten.

Der erste Fokus wurde dabei auf die Frage gesetzt, ob sich ein Traineeship oder ein Volontariat für den Berufseinstieg eignen. Die Antwort: Zu den richtigen Bedingungen, ja! Das Programm sollte einige Voraussetzungen erfüllen. Dem Arbeitgeber sollte es nicht darum gehen, eine günstige Arbeitskraft einzustellen, die lästige Aufgaben übernimmt. In einem guten Traineeprogramm erhalten Trainees die Möglichkeit, zu fairen Bedingungen in verschiedene Bereiche einzutauchen und theoretisches und praktisches Wissen zu erlangen.
Doch woher weiß man, ob ein Traineeprogramm gut ist?Erkennen kann man das zum Beispiel daran, wenn ein Programm die dapr.zertifizierung trägt. Um diese zu erlangen, muss der Arbeitgeber gewisse Kriterien erfüllen, die die Qualität des Programms sicher stellen. Dabei wird vor allem auf die Wissensvermittlung und die organisatorischen Bedingungen ein Augenmerk gelegt. Unter dapr.de/zertifizierung findet man alle zertifizierten Programme und sieht auf einen Blick, welche Unternehmen, Agenturen oder Non-Profit-Organisationen gute Einstiegsmöglichkeiten im Kommunikationsbereich bieten.
Um selbst einen potenziellen Arbeitgeber beispielsweise im Bewerbungsgespräch genauer unter die Lupe zu nehmen, kann man die Checkliste nutzen, die auf der Website zum Download zur Verfügung steht.

Einen Unterschied zwischen Traineeship und Volontariat gibt es übrigens nicht. Unternehmen und Organisationen steht es frei, eine Bezeichnung zu wählen. Bieten Unternehmen beispielsweise Traineeships im Bereich der Betriebswirtschaft oder des Managements an, so könnten sie zur Abgrenzung dazu die Programme im Bereich PR und Kommunikation Volontariate nennen.

Im zweiten Schwerpunkt der Präsentation haben wir uns mit der Frage beschäftigt, ob man einen Masterabschluss braucht, um im Kommunikationsbereich eine erfolgreiche Karriere hinzulegen. So einfach lässt sich das aber nicht beantworten. Letztendlich ist ein Masterstudium vor allem eine Typ-Frage. Wenn man sich im Bachelor vielleicht schon schwer getan hat mit der Struktur eines Studiums und Lust auf Praxis hat, kann der direkte Einstieg in den Beruf genau das Richtige sein. Dabei gilt zu beachten, dass es in größeren und konservativen Unternehmen oder in öffentlichen Institutionen Stellen gibt, für die ein Masterabschluss Voraussetzung ist. Unabhängig vom Abschluss ist Praxiserfahrung von größter Bedeutung für den Jobeinstieg, verrät Karola Liedtke. Neben dem Studium Erfahrung zu sammeln in Form von Werkstudententätigkeiten oder Praktika ist unerlässlich – nicht nur für den Lebenslauf, sondern vor allem für einen selbst. Mit der ersten Praxiserfahrung lernt man häufig, welche Aufgaben und Bereiche einem liegen und was einem Spaß macht.

Wer sich nicht zwischen Theorie und Praxis entscheiden mag, kann beides in einem dualen Masterstudium verbinden. Die dapr bietet berufsbegleitende Master in den Bereichen „Strategische Kommunikation und PR“ und „Digitale Kommunikation“ an. Das Studium ist dafür ausgelegt Vollzeit zu arbeiten, daher erlernt man die Studieninhalte vor allem im Selbststudium. Dies hat den Vorteil, dass man voll in den Job einsteigen kann und parallel Fachwissen und einen Masterabschluss erlangt. Häufig ist auch eine Finanzierung des Studiums über den Arbeitgeber möglich. Auch die Suche nach einem passenden Unternehmen für das duale Studium ist über die dapr.dual möglich. Studierende können sich kostenfrei auf der Website der dapr anmelden. Vermittelt wird im Zeitraum von Februar bis August und es kommen laufend neue Arbeitgeber hinzu.

Zum Schluss gingen Nils und Karola noch darauf ein, was man bei einer guten Bewerbung beachten sollte. Dabei wurde deutlich, dass Eigeninitiative und Motivation nicht nur leere Schlagwörter sind. „Die Mutigen gewinnen“, betont Nils Hille: Um positiv aufzufallen und Engagement zu zeigen, kann sich ein Anruf beim potenziellen Arbeitgeber vor der Bewerbung lohnen. Zudem können so vorab Fragen geklärt werden und zusätzliche Informationen zu den Abläufen des Bewerbungsprozesses eingeholt werden. Auch von langen Listen an Anforderungen in ausgeschriebenen Stellen sollte man sich nicht einschüchtern lassen. Diese verstehen sich häufig als „Wunschliste“ des Arbeitgebers. Kann man die Anforderungen nicht vollständig erfüllen, sollte man sich dennoch bewerben und dabei vor allem vermitteln, was einem an der Position und am Arbeitgeber reizt. Um für Wiedererkennungswert und Gesprächsstoff im Interview zu sorgen, kann man dabei beispielsweise eine Veranstaltung oder eine Kampagne erwähnen, die einen Eindruck hinterlassen hat.

Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt schätzt Nils Hille als sehr positiv für Einsteiger ein. Viele Unternehmen haben derzeit offene Positionen. Bezüglich der Wahl des Arbeitgebers rät Hille: „Nicht immer lernt man bei den Größten am meisten“. Auch kleinere Organisationen können herausragende Traineeprogramme anbieten und bezahlen inzwischen teilweise sehr gute Einstiegsgehälter.

Unter dapr.de/studierende bietet die dapr zudem verschiedene kostenfreie Angebote für Studierende, wie beispielsweise Beratungsgespräche oder monatliche Ask Me Anything-Sessions mit Branchenexperten. Vorbeischauen lohnt sich!

In unserer nächsten Veranstaltung, am 29.06.2021 um 19.00, erfahrt ihr, worin sich die Arbeit in kleinen Agenturen von der in großen Agenturen unterscheidet.

5. Veranstaltung im Sommersemester – Bachelor, und dann?

Mit Karola Liedtke und Nils Hille von der DAPR (Deutschen Akademie für Public Relations) beenden wir unsere Veranstaltungsreihe zum Thema Bewerbung. Wenn sich der Bachelorabschluss nähert, stellen sich viele Fragen. Lohnt sich der Master? Lieber ein dualer Master? Erst ein Trainee und dann der Master?

Am 15.06, 19 Uhr, könnt ihr alle Fragen rund um das Thema “Bachelor und dann?” stellen.

Meldet euch bis zum 15.06. um 18 Uhr unter hallo@kommect.de an. Wenn du an der UDE studierst, gib bitte deinen Studiengang mit an, ansonsten reicht die Uni, an der du studierst.